Neue Hoffnung bei der Behandlung von Demenz

Durch einen neu entdeckten Wirkstoff können bestimmte Rezeptoren im Gehirn blockiert werden, die für den Untergang von Nervenzellen verantwortlich gemacht werden. Zu dieser Erkenntnis kam ein Forscherteam der Universität Heidelberg um Neurowissenschaftler Hilmar Bading.

Konkret wurden NMDA-Rezeptoren erforscht. Diese Proteine steuern den Ionenfluss und beeinflussen den Lern- und Gedächtnisprozess im Gehirn.

Befinden sich die NMDA-Rezeptoren allerdings ausserhalb der Synapsen, können sie – einmal aktiviert – die Nervenzelle schädigen oder ihren Untergang herbeiführen und so zu neuronalen Erkrankungen wie Demenz führen.

Den Forschern ist es gelungen, die Aktivierung der extra-synaptischen NMDA-Rezeptoren durch das Protein TRPM4 zu verhindern, indem sie dieses veränderten und somit deaktivierten. Die neuartigen Hemmstoffe, mit denen dies gelang, werden «Interface Inhibitoren» genannt. Sie erwiesen sich in der Untersuchung als ein effektiver Schutz für Nervenzellen. Ob und wie sie für die Therapie von Demenz eingesetzt werden können, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Facebook
Email
Twitter
LinkedIn