Erst das Vergnügen, dann der Tripper?

Woran du ihn erkennst und wie er behandelt wird

Beine von Frau in Bett

Spoiler

  • Tripper, auch Gonorrhoe genannt, zählt zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Er wird von Bakterien ausgelöst.
  • Symptome sind Brennen beim Wasserlassen und weisslicher Ausfluss. Unbehandelt macht er unfruchtbar und schädigt unter anderem das Herz.
  • Tripper wird mit Antibiotika behandelt. Wer häufig wechselnde Sexpartner hat, sollte sich regelmässig testen lassen.

Mit jährlich etwa 2‘200 Neuinfektionen hierzulande gehört Tripper zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Typisch für diese bakterielle Infektion sind Schmerzen beim Wasserlassen und ein eitriger Ausfluss. Besonders tückisch: Viele Betroffene haben überhaupt keine Beschwerden und begeben sich dementsprechend auch nicht in Behandlung. Sie wissen nicht, dass sie ihre Gesundheit und die anderer gefährden.

Übertragung und Symptome

Tripper wird wissenschaftlich Gonorrhoe genannt. Namensgebend ist das Bakterium Neisseria gonorrhoeae, das beim vaginalen, oralen und analen Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Es nistet sich in den Schleimhäuten ein und sorgt zwei bis sieben Tage nach der Infektion in der Harnröhre für eine Entzündung. Neben dem charakteristischen Brennen beim Urinieren und dem weisslichen Ausfluss zeigt sich Tripper in einer Rötung der Harnröhrenmündung. Im Analbereich, im Hals und Rachen sorgen die Bakterien für eine Reizung und Rötungen.

Bei etwa zehn Prozent der Betroffenen – vor allem bei Frauen – macht sich die Krankheit allerdings überhaupt nicht bemerkbar. Das ist gleich doppelt gefährlich: Nicht nur können so Betroffene die Krankheit unabsichtlich weitergeben – beim Sex, aber auch bei der Entbindung auch auf das Neugeborene. Unbehandelt kann Tripper ausserdem zu schweren Schäden an den Gelenken, an der Haut und am Herz führen. Bei Männern breitet sich das Bakterium auch auf die Prostata und die Nebenhoden aus. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern kann Tripper unfruchtbar machen.

Behandlung und Vorbeugung von Tripper

Umso wichtiger ist eine konsequente Therapie. Üblicherweise wird Tripper mit Antibiotika behandelt. Starke Schmerzen können mit einem entsprechenden Medikament gelindert werden.

Tripper lässt sich nur bedingt vorbeugen, denn ein Kondom senkt zwar das Risiko für eine Infektion. Völlig vermeiden lässt sie sich aber auch mit diesem Schutz nicht. Wer häufig seine Geschlechtspartner wechselt, sollte sich deshalb regelmässig von seinem Gynäkologen oder Urologen checken lassen – auch ohne Symptome. Wie oft ein Check angeraten ist, kann im Beratungsgespräch geklärt werden.

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