Umweltschutz: Wie grün ist deine Sonnencreme?

Sonnencreme ist im Sommer ein Muss – genauso wie die richtige Entsorgung der leeren Tube oder Dose. Aber wie sieht es mit den Inhaltsstoffen aus: Ist auch hier für die Umwelt alles im grünen Bereich? Hier drei häufige Bestandteile, die in Sachen Nachhaltigkeit zumindest bedenklich sind.

Mikroplastik: Es macht die Sonnencreme geschmeidig und fördert ihre Verreibbarkeit. Das Problem: Früher oder später landen die sogenannten Polyethylene im Wasser. Entweder direkt beim Baden oder beim Duschen, denn die Partikel sind so klein, dass sie nicht aus dem Abwasser gefiltert werden können. Im Wasser werden sie von Fisch und Co. aufgenommen und landen so früher oder später auf unserem Tisch. Und was das Plastik in unserem Körper anstellt, ist noch nicht abschliessend erforscht, kann aber nichts Gutes sein. Oft verwendetes Mikroplastik ist beispielsweise Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyacrylat (PA).

Paraffine: Sie geben der Sonnencreme eine gleichmässige Konsistenz. Aber die Kohlenwasserstoffe werden aus Erdöl gewonnen. Dessen Förderung ist nicht nur belastend für die Umwelt, Mineralöle sind auch krebserregend. Häufig zum Einsatz kommen Vaseline (Petrolatum) und Paraffinöl (Paraffinum Liquidum).

Lichtschutzfilter: Diese Partikel reflektieren das schädliche UV-Licht. Allerdings stehen viele von ihnen im Verdacht, krebserregend zu sein und die Hormonproduktion zu beeinflussen. Mögliche Auswirkungen: Unfruchtbarkeit, Geschwüre, Fettleibigkeit.

Nicht klar ist, ob die synthetischen UV-Filter auch bei Tieren hormonelle Veränderungen verursachen. Auch deshalb sollten sie gemieden werden. Künstliche Filter sind beispielsweise Benzophenone (Bp), 4-Methylbenzylide camphor (4-MBC) und Homosalate (HMS).

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