Schweiz: Mehr Einwohner, weniger Geburten

In der Corona-Pandemie wurden nicht mehr Babys geboren als in den Jahren zuvor. Mehr Freizeit durch Kurzarbeit, häufigeres Zusammensein durch den Lockdown und ein geringes Freizeitangebot haben nicht wie anfangs angenommen zu einem Anstieg der Geburtenrate geführt.

Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz laut Bundesamt für Statistik 85’500 Kinder geboren, knapp ein Prozent weniger als 2019. Dass die Wohnbevölkerung dennoch auf 8,7 Millionen stieg, liegt daran, dass es mehr Zu- als Auswanderer gab.

Ähnlich sieht es in Europa aus: In Frankreich sank die Geburtenrate auf den niedrigsten Wert seit dem Zweiten Weltkrieg. In Italien wurden so wenige Kinder geboren wie noch nie seit der Staatsgründung 1861. Deutschland und Österreich verzeichneten ebenfalls negative Geburtsraten und ebenso wie Italien aufgrund gestiegener Todesfälle auch eine negative Geburtenbilanz. Italiens Bevölkerung sank dadurch 2020 unter die magische 60-Millionen-Marke.

Für die Schweiz gilt diese Entwicklung nicht: Zum einen wurden hier 2020 mehr Menschen geboren, als gestorben sind. Zum anderen beeinflusst die Zuwanderung die Bevölkerungsentwicklung wie in kaum einem anderen Land in Europa.

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