Abstand zwischen Impfungen entscheidet über Schutz

Ein grösserer Abstand zwischen den beiden Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer könnte zu einer länger anhaltenden Schutzwirkung führen. Das geht aus einer Studie der Universität Birmingham hervor. Die Forscher untersuchten hierfür die Anzahl der Antikörper im Blut von 172 Senioren, die ihre zweite Impfung entweder nach drei oder nach elf bis zwölf Wochen erhielten.

Im Ergebnis zeigte sich, dass bei jenen Studienteilnehmern mit einer verzögerten Zweitimpfung die Immunantwort deutlicher ausfiel: Zwei Wochen nach der letzten Verabreichung befanden sich bei ihnen im Schnitt 4‘030 Einheiten pro Milliliter. Bei jenen Personen, die bereits nach drei Wochen die Zweitimpfung erhalten hatten, waren es nur 1‘138 Einheiten.

Die Studie kann allerdings nicht ohne Weiteres als Argument für ein grösseres Intervall zwischen den beiden Impfungen herangezogen werden. Zum einen bedeutet eine spätere Zweitimpfung einen zuvor längeren Zeitraum ohne ausreichenden Impfschutz. Zum anderen ist bislang nach wie vor unklar, wie viele Antikörper benötigt werden, um eine Infektion mit SARS-CoV-2 oder eine Erkrankung an COVID-19 zu vermeiden.

Hier geht es zur Studie.

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