Zimt: gesund oder gefährlich?

Lebkuchen, Zimtsterne, Spekulatius: Weihnachten wäre ohne Zimt fast nicht denkbar. Das stark aromatische Gewürz verleiht Gebäck und Punsch nicht nur die typisch herbe Note, sondern kurbelt den Stoffwechsel an und wärmt so ordentlich durch.

Auch ausserhalb der Weihnachtszeit findet das Gewürz, das aus der Innenrinde von Bäumen gewonnen wird, reichlich Verwendung: in der Küche, aber auch bei Kosmetika und in der Hausmedizin. Denn Zimt schützt das Herz, indem es den Blutzucker– und Cholesterinspiegel senkt – leider nicht so sehr, dass es sich für eine Diabetes-Therapie eignen würde. Das Gewürz stoppt Durchfall und reguliert die Verdauung, es steigert die Fettverbrennung und hilft deshalb beim Abnehmen. Weil es leicht antibakteriell wirkt, findet es auch bei Erkältung, Heiserkeit und Entzündungen Anwendung.

Allerdings ist Zimt nicht immer bekömmlich. Gerade Menschen mit einer Kräuterpollenallergie reagieren häufig auch auf Zimt. Der Inhaltsstoff Cumarin steht zudem im Verdacht, bei Menschen mit einer entsprechenden Vorerkrankung Leber- und Nierenschäden zu verursachen. Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind vor allem Kinder gefährdet. Doch die Warnung muss stark relativiert werden: Cumarin befindet sich in höheren Dosen ausschliesslich im Cassia-Zimt, der in Ost- und Südostasien angebaut und hierzulande industriell verwendet wird. In Schweizer Privathaushalten hingegen kommt mehrheitlich der aus Sri Lanka stammende Ceylon-Zimt zum Einsatz, der kaum Cumarin enthält.

Das BAG kontrolliert regelmässig zimthaltige Produkte auf ihre Inhaltsstoffe. Das Amt betont, dass die üblichen Ernährungsgewohnheiten nicht verändert werden müssen. Es darf also auf dem Weihnachtsmarkt gern zu Lebkuchen und Punsch gegriffen werden.

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