Voll auf’s Auge

Die Kontaktlinse ist eine praktische Alternative zur Brille, besonders im Winter: Kein Nieselregen und keine beschlagenen Gläser versperren die Sicht. Und keine Brillenbügel, die sich in der Mütze verfangen.

Damit die Linse aber auch gut ins Auge gelangt und dort ohne Nebenwirkungen funktioniert, sollten ein paar Pflege- und Trage-Basics berücksichtigt werden.

So geht’s

  • Putzen und Pflegen. Die Kontaktlinse muss jeden Tag gereinigt werden, damit sich keine gefährlichen Ablagerungen einnisten. Das heisst: Nach jedem Tragen ist ein reinigendes Bad in einer Pflegelösung angesagt. Einmal pro Woche sollten weiche Linsen zusätzlich mit einem Proteinentferner, formstabile Linsen mit einem Intensivreiniger behandelt werden. Wer sich den ganzen Aufwand ersparen möchte, kann zu Tageslinsen greifen.
  • Kajal und Mascara. Klar können auch Linsenträger ihre Augen schminken! Allerdings kommt es auf die richtige Reihenfolge an: Zuerst die Kontaktlinse, dann das Make-up. Andernfalls könnte die Linse beim Einsetzen beschmutzt werden – oder umgekehrt der Lidstrich verzerrt werden, wenn die Lider auseinandergezogen werden, um die Linse zu platzieren. Auch nicht schön.
  • Risiken und Nebenwirkungen. Die Kontaktlinse liegt nicht direkt auf dem Auge, sondern schwimmt auf dem Tränenfilm. Durch einige Medikamente kann der ausdünnen. Dann kratzt die Linse auf dem Auge – schmerzhaft und gefährlich. Wer Antibiotika, Antihistaminika oder Beta-Blocker einnimmt, sollte beim verordnenden Arzt nach möglichen Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Tränenfilms fragen.

 

So geht’s nicht

  • Und jetzt noch schnell die Linse rein. Egal, ob mit ihnen die Lider auseinandergezogen werden oder die Linse aufgenommen wird: Die Fingerkuppen sollten sauber sein, damit keine Keime ins Auge gelangen. Deshalb: Hände waschen, bevor es ans Auge geht. So viel Zeit muss sein!
  • Zur Not geht’s auch mal mit Wasser. Ja, unser Leitungswasser kann bedenkenlos getrunken werden. Allerdings ist der Magen robuster als das Auge: Damit sich keine Keime in der Linse einnisten, sollte immer eine geeignete Reinigungslösung verwendet werden. Einfaches Wasser gehört nicht dazu.
  • Wer schön sein will, muss leiden. Gerade im Winter sind trockene Augen weitverbreitet: Die Heizungsluft entzieht dem Tränenfilm seine Feuchtigkeit. Auch bei der Büroarbeit oder beim abendlichen Fernsehfilm, wenn automatisch seltener geblinzelt wird, dünnt der Tränenfilm schnell aus. Damit die Linse nicht kratzt, sollten Augentropfen verwendet werden – aber nur nach Beratung durch einen Experten.

So geht’s immer (der ultimative Tipp)

Manchmal fällt eine Kontaktlinse aus dem Auge oder Omas Wohnzimmer ist doch trockener geheizt als gedacht. Für diese und alle anderen unvorhergesehenen Notfälle empfiehlt es sich, eine Brille dabeizuhaben.

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