Studie belegt: Kultur verlängert das Leben

Streicher in Orchester

Wer regelmässig kulturelle Veranstaltungen besucht, lebt länger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie des University Colleges London.

Das Forscherteam um Psychoneurologin Dr. Daisy Fancourt untersuchte über 14 Jahre 6’710 Menschen im Alter von über 50 Jahren. Im Untersuchungszeitraum verstarben 2’001 Personen, darunter 47,5 Prozent der kulturfernen und nur 18,6 Prozent der kulturaffinen Studienteilnehmer. Als kulturaffin galt, wer mindestens einmal pro Jahr ein Museum, ein Theater, die Oper oder eine andere Kulturveranstaltung besuchte.

Warum Kultur das Leben verlängert, konnte nicht eindeutig beantwortet werden. Möglicherweise wirkt sich das Zusammensein mit anderen Menschen positiv auf die Gesundheit aus, indem sie das Risiko für Einsamkeit und Depression reduziert. Förderlich sind auch der geistige Input. Hinzu kommt die Entspannung: Wer seine Freizeit zu nutzen weiss, kann Stress besser ausgleichen und seine Kreativität ausleben – und sei es einfach als Zuschauer.

Die Lebenserwartung wird ausserdem vom individuellen finanziellen Hintergrund beeinflusst: Sowohl gesundheitliche (Zusatz)Leistungen als auch kulturelle Teilhabe haben ihren Preis. Die britische Studie betont, dass die Volksgesundheit nicht nur von einem guten Zugang zu medizinischen Services abhängt. Staatlich subventionierte Kulturangebote tragen ebenfalls zur allgemeinen Gesundheit bei.

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