Silvester: Lärm und Schmutz vermeiden

Das neue Jahr wird immer lauter und bunter begrüsst: Neben dem Nationalfeiertag erfreuen sich Knaller und Raketen zunehmend auch an Silvester grosser Beliebtheit. Insgesamt verfeuern wir rund 1’800 Tonnen Feuerwerkskörper pro Jahr. Ganz harmlos ist dieses Vergnügen allerdings nicht.

Da ist zunächst einmal der Lärm: Diskomusik läuft mit 100 Dezibel, ein Düsenjet erzeugt Krach von 120 Dezibel. Ein handelsüblicher Knaller bringt es auf bis zu 150 Dezibel – wenn er in acht Meter Entfernung detoniert. Bei kürzerem Abstand wird es deutlich lauter. Und einige ausländische Produkte – 83 Prozent aller Feuerwerkskörper werden importiert – machen noch viel mehr Lärm.

Der Krach geht ordentlich auf die Ohren: Er kann zu Knalltraumata, Trommelfellrissen und Schäden am Gehörknöchelchen führen. Damit es gar nicht erst dazu kommt, sollte der Sicherheitsabstand unbedingt eingehalten werden.

Der Lärm zu Silvester versetzt Haus- und Wildtiere regelmässig in Panik. Wenn sie ihrem Fluchtinstinkt folgen, verlassen sie ihre schützende und wärmende Bleibe. Zudem verlieren sie kostbare Energiereserven, die in der kargen Winterlandschaft schwer aufzufüllen sind. Einige Tiere verlieren im Krach vollkommen die Orientierung und finden nicht zu Nest oder Bau zurück. Deshalb sollte nicht in Parks und Grünanlagen geknallert werden.

Die Feuerwerkskörper setzen viele Schadstoffe frei – allein schon durch die bunten Metallteilchen, die für die Leuchteffekte sorgen. Jahr für Jahr sind es unter anderem 78 Tonnen CO2 – so viel, wie 50 Kühe pro Jahr produzieren. Das wäre ja noch zu verschmerzen. Aber zusätzlich werden 320 Tonnen Feinstaub in die Luft gestreut. Je bedeckter der Himmel, umso länger bleiben die Partikel in der Luft, viele verunreinigen Boden und Gewässer. Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma sollten sich deshalb von Raketen und Knallern fernhalten.

Zuletzt: der Abfall. Allein in Zürich machen Knallerfetzen, Flaschen und Essensreste 23 Tonnen Müll aus, Tendenz steigend. Was in Gewässern oder unzugänglichen Ecken landet, bleibt oft länger liegen, verunreinigt die Natur und kann Tiere gefährden. Eine ganz besondere Gefahr für Mensch und Tier geht von Blindgängern aus. Deshalb ist jeder Schweizer aufgefordert, seine Abfälle eigenständig zu entsorgen. Nicht detonierte Knaller sollten zur Sicherheit zuvor intensiv gewässert werden.

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