Plätzchen oder Keks: Was ist der Unterschied?

Das gemeinsame Backen und Verzieren ist eine beliebte Tradition in der Adventszeit. Ob Kekse oder Plätzchen gebacken werden – da streiten sich die Geister. Guckt man auf die Geschichte von beidem, ist es aber recht eindeutig: Ein Plätzchen ist ein Kleingebäck, das mit köstlichen und einst sehr teuren Zutaten wie Zucker, Nüssen oder Marzipan veredelt wird. Hier steht ganz klar der Genuss im Vordergrund. Deshalb leitet das Plätzchen seinen Namen auch von der Plazenta ab, dem lateinischen Wort für «Kuchen».

Der Keks hingegen soll vor allem eins sein: lange haltbar. Er ist mit dem Zwieback verwandt, den damals die Seeleute als Grundnahrungsmittel auf ihre weiten Reisen mitnahmen. Die Weltmeere wurden zu dieser Zeit von den Briten beherrscht und ihre spezielle Form des Zwiebacks war als «English cake» bekannt. Die deutschen Bäcker haben diese «cakes» einfach kopiert und ihren Namen zu «Keks» eingedeutscht. Inzwischen weist der Keks zwar eine grosse Vielfalt auf, eins ist er aber geblieben: ein lange haltbares und eher schlichtes Gebäck.

Wenn nun also in der heimischen Küche gebacken wird und viel Mühe auf die Zutaten und die Gestaltung des Backwerks verwendet wird, dann wäre es ja fast schon eine Beleidigung, von Keksen zu sprechen. Hier entstehen natürlich Plätzchen. Oder – noch eindeutiger – Guetzli.

Facebook
Email
Twitter
LinkedIn