Hodenkrebs durch Skiwachs? BAG mahnt zur Vorsicht

Skiwachs kann die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen und das Risiko für Hodenkrebs und andere Tumorarten begünstigen. Warum? In vielen Produkten sind sogenannte per- und polyfluorierte Alkylverbindungen enthalten. Diese Chemikalien sind wasser- und fettabweisend und werden seit Jahrzehnten in der Industrie verwendet. Beispielsweise für die Herstellung von Kleidung, Papier, Schmieröl, Feuerlöschschaum – und auch Skiwachs. Weil die Verbindungen sehr stabil sind und nicht restlos abgebaut werden können, werden sie auch als «ewige Chemikalien» bezeichnet. Sie gelangen über die Nahrung und das Trinkwasser in den Körper und können das Risiko für diverse Erkrankungen erhöhen.

Im vergangenen Jahr hat die EU neue Grenzwerte für diese Chemikalien festgelegt und auch in den USA drängt die nationale Umweltbehörde aktuell auf eine stärkere Begrenzung der Stoffe im Trinkwasser. In der Schweiz gelten bisher Grenzwerte für einzelne Stoffe, nicht aber für die Gruppe der Chemikalien insgesamt. Konkret handelt es sich um tausende Verbindungen. Derzeit versucht das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, einen allgemeingültigen Grenzwert zu definieren. In der EU liegt dieser bei 4,4 Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Woche.

Auch in Skiwachs sind häufig «ewige Chemikalien» enthalten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mahnt deshalb zur Vorsicht. So schützt du dich:

  • Verwende am besten Produkte, die ohne fluorierte Stoffe (z. B. PFOS, PFOA, PFNA) auskommen.
  • Halte beim Erhitzen oder Aufsprühen der Wachse den empfohlenen Mindestabstand ein.
  • Behandele Ski und Snowboard in gut gelüfteten Räumen oder an der frischen Luft.
  • Bewahre das Skiwachs an für Kinder nicht erreichbaren Orten auf.

Hier findest du mehr Infos zu den Chemikalien und Skiwachsen.

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