Hodenkrebs

Prostata- und Hodenkrebsvorsorge gehören bei ihm dazu

Auf die richtige Prostatakrebs- und Hodenkrebs-Vorsorge kommt es an

Mann am See

Spoiler

  • Prostata- und Hodenkrebs sind sehr gut behandelbar, sofern sie früh erkannt werden.
  • Männer können zuhause ihre Hoden gut selbst nachtasten (lassen) und für die Prostata auf Auffälligkeiten beim Wasserlassen achten.
  • Ein bewusster Lebensstil, regelmässige Kontrollen und – bei Verdacht – ein unverzüglicher Behandlungstermin erhöhen die Heilungschancen immens.

Es steht längst fest: Achtsamkeit kann Leben verlängern – auch beim Thema Krebs. Dazu gehört neben einem gesunden Lebensstil bei allen Männern auch eine entsprechende Prostata- und Hodenkrebsvorsorge – die mit etwas Engagement schon zu Hause beginnen kann.

Prostata- und Hodenkrebsvorsorge kann das Leben verlängern

Hodenkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei jungen Männern, an Prostatakrebs erkranken pro Jahr über 6’000 Männer in der Schweiz. In beiden Fällen sind die Heilungschancen – früh erkannt – sehr gross. «Regelmässige, gewissenhafte Vorsorge ist die beste Prävention. Wichtig deshalb: Auf den Körper hören, mutig sein und ruhig mal selbst nachfühlen», ermutigt Prof. Dr. med. Tullio Sulser, Direktor der Urologie am USZ und Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Urologie.

Hodenkrebs: selbst Hand anlegen

Die Hoden lassen sich im Rahmen der Prostata- und Hodenkrebsvorsorge gut selbst auf Unregelmässigkeiten untersuchen. «Männer, oft auch die Partnerin, können durch den Hodensack ertasten, ob die Oberfläche der Hoden glatt ist oder ob sie vergrössert sind», weiss Prof. Sulser. Unebenheiten, Verhärtungen und Spannungsgefühle weisen auf eine Erkrankung. So kann ein wesentlicher Teil der Vorsorge zuhause stattfinden, eine ärztliche Untersuchung wird meist erst im zweiten Schritt nötig. «Meiner Erfahrung nach werden Anzeichen selten ignoriert, die Männer kommen sehr früh zur Abklärung», so der Experte.

Hodenkrebs tritt vor allem bei Männern zwischen 25 und 35 Jahren auf. In 95 Prozent der Fälle ist nur ein Hoden betroffen, was die Fruchtbarkeit einschränken kann, aber nicht impotent macht. Die Erektionsfähigkeit ist in beiden Fällen nicht beeinträchtigt.

Prostatakrebs: Hinweise erkennen und untersuchen lassen

Anders als bei Hodenkrebs betrifft Prostatakrebs eher ältere Männer: Nahezu alle Patienten sind über 50 Jahre alt. Eine gute Prostata- und Hodenkrebsvorsorge und regelmässige Untersuchungen ermöglichen auch hier eine frühzeitige Diagnose, Behandlung und oft Heilung. Und auch bei Prostatakrebs beginnt die Prävention durch die bewusste Eigenbeobachtung: Funktioniert das Wasserlassen problemlos? Ist der Urinstrahl schwächer als sonst? Tritt unerwartet nächtlicher Harndrang auf? «Neben der Selbstbeobachtung sollten Männer ab dem 50. Lebensjahr regelmässig zur Vorsorgeuntersuchung zu ihrem Hausarzt oder Urologen gehen. Bei Vorerkrankungen in der Familie bereits ab 30», rät der Urologe.

Je nach Ausbreitung der Erkrankung können Erektionsstörungen und Inkontinenz auftreten. Die Behandlungsmethoden sind inzwischen jedoch sehr fortgeschritten: Die Erektionsfähigkeit kann bis in 80 Prozent der Fälle bewahrt werden und die Kontinenz kehrt drei bis fünf Monate nach dem Eingriff meist vollständig zurück.

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