Gelassen durch die Krise: Entspannung hausgemacht

In dieser aussergewöhnlichen Zeit stellt sich Entspannung nicht einfach von selbst ein. Wir gehen oft unruhig, gestresst und gereizt durch den Tag. Doch es gibt Techniken, durch die wir unser vegetatives Nervensystem beeinflussen und auf Ruhe und Erholung umpolen können.

Jetzt ist es ganz besonders wichtig, solche Techniken zu kennen und wie Werkzeuge zu nutzen. Sie alle bewirken eine tiefere Atmung, bauen Stress ab – und stärken das Immunsystem.

Du bist nervös und angespannt?

Probiere doch mal eine Haltung aus dem restorativen Yoga. Du brauchst ein ruhiges Plätzchen und ein dickes Kissen oder Polster. Die sitzende Vorbeuge ist ein Entspannungs-Klassiker. Einfach ausharren und atmen.

Nach drei Minuten löst sich die Spannung in Muskeln und Faszien. Nach circa acht Minuten hat sich dein Nervensystem von Sympathikus auf Parasympathikus umgestellt – dem Ruhe-Modus, in dem Immunfunktionen stattfinden.

Lust auf mehr? So geht der Schmetterling:

  • Du sitzt am Boden, das Polster liegt längs hinter dir.
  • Beuge deine Beine und bring deine Fusssohlen zusammen. Lass die Knie nach aussen sinken.
  • Leg dich nun zurück über das Polster und leg die Arme locker an den Seiten ab.
Du schläfst schlecht ein?

Nimm dir vorm Schlafengehen mindestens acht Minuten für eine Meditation am offenen Fenster. Du kannst auf deinem Bett sitzen, eine Decke über den Schultern, das Licht löschen und den Geräuschen von draussen lauschen. Spür deinen Atem. Wenn dir ein Gedanke kommt, dann nimm diesen wahr, bewerte ihn nicht, und wende dich wieder deinem Atem zu.

Deine Gedanken kreisen ständig um Corona?

Techniken wie Visualisierungen, Fantasiereisen und geführte Meditationen helfen, das Gedankenkarussell zu stoppen. Die Arbeit mit inneren Bildern wird in der Psychotherapie häufig genutzt, um positive und kraftspendende Gefühle zu erzeugen und Ängste abzubauen. Anleitungen findest du in Apps, in Büchern oder als CD.

Facebook
Email
Twitter
LinkedIn