Corona und Schwangerschaft: Gefahr für Mutter und Kind?

Das Coronavirus ist noch relativ unbekannt. Derzeit gibt es nur eine chinesische Studie, die den Einfluss des Virus auf Schwangerschaft und Geburt untersucht. Sie berücksichtigt 20 schwangere Frauen.

Folgende Fakten zeichnen sich ab:

  • Schwangere haben kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19.
  • Das Coronavirus kann die Plazenta-Schranke nicht durchbrechen. Es kann also nicht von der infizierten Mutter auf das Embryo übertragen werden.
  • Das Virus beeinflusst den Verlauf der Schwangerschaft und die Entwicklung des Babys nicht. Das Risiko für Fehl- oder Frühgeburten oder Anomalien steigt nicht.
  • Babys gehören nicht zur Risikogruppe für COVID-19.

Schwangere, die an einer chronischen Erkrankung der Atemwege oder des Kreislaufs leiden, sind eher gefährdet für einen schwereren Verlauf von COVID-19. Sie sollten ihren Frauenarzt darüber informieren, soziale Kontakte nach Möglichkeit meiden und die üblichen Hygienemassnahmen einhalten.

Da sich bei der Betreuung durch eine Hebamme ein enger Körperkontakt nicht vermeiden lässt, muss hier auf eine gründliche Befolgung der Handhygiene geachtet werden.

Bei leichten Beschwerden, die auf COVID-19 Hinweisen könnten, sollte zunächst der Frauenarzt oder das Spital telefonisch kontaktiert werden. Eventuell ist eine häusliche Erstbetreuung sicherer als ein Krankenhausaufenthalt.

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